Abendandacht Nr. 68


Guten Abend,

mit jeder Entscheidung, die Menschen in ihrem Leben treffen, ist eine Folge, ein Ertrag, eine Auswirkung verbunden. Nichts bleibt ergebnislos. Wenn das andere Menschen betrifft, nehmen wir das im Allgemeinen eher wahr, als wenn es uns selbst betrifft. Wir sehen das gerade sehr deutlich bei den Folgen der Präsidentenwahlen in den USA. Da kann jemand die Fakten einfach nicht anerkennen, sondern redet von „fake“ und Betrug.

Bild "Abendandachten:68.jpg"Wenn es mich selbst betrifft, kann ich die Zusammenhänge oft sehr viel weniger klar sehen. Wenn z.B. Kritik an der ein oder anderen Stelle kommt, oder ich die Reaktion Anderer als ungerecht und unverständlich betitele. Sich in Ruhe das Geschehene anzuschauen und auch den eigenen Beitrag / Anteil in der Lage, dem Konflikt zu erkennen, ist nicht leicht. Es braucht Mut – Demut.

  • Den Mut, seine eigene Unvollkommenheit zu akzeptieren.
  • Den Mut, sich nicht hinter Erklärungen und Entschuldigungen weg zu ducken.
  • Den Mut, dadurch auch dazulernen zu wollen und nicht zu bleiben, wie man ist.
  • Den Mut zu dem zu stehen, was passiert ist und sich ggf. dafür zu entschuldigen.

Die Bibel ist ein so unendlich ehrliches Buch. Da wird nichts retuschiert, nichts beschönigt oder verharmlost. Da redet Gott und seine Gesandten Klartext. Auch wenn das manchmal den Zuhörern überhaupt nicht gefiel.

Das ist ja bis heute so geblieben. Menschen regen sich auf, wenn klar Stellung bezogen wird. Wenn die Wahrheit Gottes auf meine Lebenswirklichkeit trifft. Wenn Schuld und Versagen dadurch in meinem Leben zum Vorschein kommen. Die alles entscheidende Frage ist dann: „Wie gehe ich damit um? Lasse ich mir etwas sagen oder flüchte ich vor der Wahrheit?“

Im ersten Kapitel der Sprüche erklärt König Salomo die Folgen verschiedenen Reaktionsmuster. „Ich habe immer wieder geredet, doch ihr habt gar nicht zugehört. Mit erhobener Hand habe ich gerufen und niemand hat darauf geachtet. Ihr habt euch nicht zurechtweisen lassen und jeden Rat in den Wind geschlagen. Wenn ihr meine Ratschläge von euch weist und auf keine von meinen Warnungen hört, dann müsst ihr die Folgen tragen und auslöffeln, was ihr euch eingebrockt habt. // Sie sollen essen von der Frucht ihres Weges, von ihren Ratschlägen sich sättigen.“ Sprüche 1,24.25.30.31

Wieviel besser, entspannter und harmonischer könnte es in meinem Leben, meinem Umfeld, unserer Stadt, in Europa – in der Welt zugehen, wenn jeder sich wieder ganz neu von Gottes Wort, seinem Nächsten oder auch seinem Gewissen etwas sagen lassen würde. Wieviel Heilsames könnte da entstehen. Heute zu beschließen: „Ich fange damit an!“, „ich lasse mich von Gott an der Hand nehmen“, ist ein erster wichtiger Schritt.


Mit herzlichen Grüßen,


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