Abendandacht Nr. 12


Guten Abend,

nach Wochen der Trockenheit hat es bei uns heute kräftig geregnet. Gestern habe ich noch Blumen gesät und Pflanzen in die Erde gebuddelt. Heute bekommen sie gleich den ersten Regen ab.

Sehnsucht nach Wasser, dem Aufbrechen der Heilsquelle, die mit dem Kommen des Retters und Messias verbunden ist, beflügelte seit jeher das jüdische Volk beim Laubhüttenfest (Anfang Oktober). Aus der Quelle Siloah wird Wasser an den Tempel gebracht und dort ausgeschüttet. Die Hoffnung ist, dass darauf eine Quelle der Erneuerung wird und der erwartete Messias erscheint. In diese Situation hinein sagt Jesus: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen! Dies sagte er von dem (heiligen) Geist, den sie empfangen sollten, die an ihn glaubten!“

Menschen, die eine Hoffnungsperspektive haben, sind wichtig. Nicht nur in der Coronakrise, in der wir uns befinden, ist das unverzichtbar. Hoffnung zu haben, wenn Krisen für den Arbeitsplatz sich breitmachen wollen, wenn die eigene Gesundheit oder die von Freunden und Bekannten bedroht ist. Wenn Beziehungen in Schieflage geraten sind oder Ehen zu zerbrechen drohen. Hoffnung zu haben für eine aus den Fugen geratene Welt.

Der Heilige Geist, die Kraftquelle Gottes, die ER seinen Kindern schenkt, macht den entscheidenden Unterschied. Weiter zu sehen, als nur das, was vor unseren Augen ist. An den Gott glauben zu dürfen, der selbst dem Tod die Macht genommen hat, indem er Seinen Sohn auferweckt hat. Jesus sagt: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel wie auf Erden. DARUM, geht hin und ladet alle Welt in meine Nachfolge ein, indem ihr sie lehrt, was ich euch gesagt habe. Und siehe ich bin euch, alle Tage bis ans Ende dieser Weltzeit.

Wie das beispielhaft Menschen erleben – hier ein Erfahrungsbericht aus Afrika: Seit Monaten herrscht in Ostafrika eine Heuschreckenplage mit unermesslichem Ausmaß. Bereits am 23. Januar 2020 war auf spiegel.de zu lesen: „In Ostafrika macht sich die schlimmste Plage von Wüstenheuschrecken seit mehreren Jahrzehnten breit.“ Und seither ist es nur noch schlimmer geworden.

„Ein Schwarm in Kenia mit Hunderten Millionen Insekten sei etwa 2.400 Quadratkilometer groß“, so schreibt spiegel.de. Es gibt zahlreiche Schwärme, die ihr Unwesen treiben und Millionen von Menschen in den Hunger treiben. Ein Quadratkilometer voller Heuschrecken könne an einem Tag so viel Nahrung vertilgen wie 35.000 Menschen. Dass sich ein derart riesiger Schwarm an einem Tag bis zu 150 km bewegen kann, deutet die aufkommende Katastrophe an. Ganze Landstriche sind kahlgefressen, Ernten vernichtet. Nach Äthiopien, Somalia, Kenia und Südsudan sind jetzt auch Uganda und Tansania betroffen. Hoffnungslos ausgeliefert?

Persönlich betroffen ist auch der Gemeindegründer Geoffrey Musava Matiti. Die Heuschrecken fielen in der Region ein, wo mehrere von ihm gegründete Gemeinden liegen. Was die Katastrophe für die Menschen bedeutet, ist ihm nur zu gut bekannt. Zerstörte Ernten, Unterernährung Krankheiten und Tod. Die Folge sind steigende Armut und eine Zunahme von Waisenkinder. Um der ständigen Not in Kenia zu begegnen, ist er schon länger dabei, Kinderheime zu gründen. Um sie zu betreiben, wird in der Nähe der Stadt Zombe ein Landwirtschaftsbetrieb betrieben. Hier lebt Geoffrey mit Familie und Waisenkindern.

Als die Meldung zu Geoffrey durchkam, dass die Heuschrecken sich nun in Richtung Zombe bewegten, bäumte sich etwas in ihm auf: „Nein! Das darf nicht geschehen!“, sagte er. In seinem Leben hat er schon viele Wunder erlebt, und so war er überzeugt, dass Gott auch in dieser Sache das letzte Wort haben kann.

Autorität über Heuschreckenschwärme. Geoffrey stand regelmäßig um drei Uhr morgens auf, umschritt das große Grundstück und betete inständig, dass Gott der Plage Einhalt gebiete. Seine Ehefrau Elizabeth, die sich gerade in einer anderen Stadt befand, rief ihn an und sagte: „Ein Schwarm ist an uns vorbeigezogen und kommt auf Zombe zu!“ Im Glauben an Jesus Christus gebot Geoffrey dem Schwarm, die Richtung zu ändern und zu verschwinden. Das war der Zeitpunkt, an dem Leute Zeugen wurden, wie der riesige Schwarm ohne ersichtlichen Grund die Flugrichtung änderte.

Tage später kam der nächste Schwarm. Und diesmal schien er nicht aufhaltbar zu sein. Der Wind blies die Insekten direkt Richtung Zombe. „Ich betete intensiv und hatte keine Ruhe.“ Gottes Wirken beim ersten Heuschreckenschwarm hatte ihn ermutigt und so suchte er wieder Gottes Hilfe. „Die Heuschrecken kamen näher. Ich sah die dunkle Wolke auf uns zukommen. Die Leute hatten Angst und versuchten die Heuschrecken mit Lärm zu vertreiben.“ Plötzlich überkam Geoffrey erneut eine starke Glaubensgewissheit. Er stand auf, streckte seine Hand aus und gebot den Heuschrecken im Namen von Jesus, die Richtung zu ändern und zu verschwinden. Und diesmal konnte er mit eigenen Augen sehen, wie der Schwarm abdrehte.

Und dann kam der dritte Schwarm. Zweimal hatte Gott ihr Grundstück verschont. Doch die Gefahr war noch nicht gebannt, denn mehrere Schwärme hielten sich noch immer in der Region auf. Geoffrey betete intensiv weiter und es dauerte nicht lange, bis der nächste herannahende Heuschreckenschwarm gemeldet wurde. Geoffrey stellte sich in Richtung der Heuschrecken auf und gebot: „Im Namen von Jesus: Geht dorthin, wo ihr hergekommen seid!“ Zeugen berichteten daraufhin von einem seltsamen Phänomen: Die Heuschrecken drehten um und bewegten sich gegen den Wind in der Richtung zurück, aus der sie gekommen waren. „Ich habe noch nie gehört, dass Heuschrecken dorthin zurückgehen, wo sie schon alles abgefressen haben. Dass sich ein Schwarm direkt gegen den Wind bewegt, ist mir neu!“ Was ihm jedoch weniger neu ist: Im Namen von Jesus liegt eine Kraft, gegen die selbst die größte Heuschreckenplage von Hunderten Millionen von Insekten nicht ankommen kann.

In diesem Vertrauen dürfen auch Sie in die vor uns liegende Woche gehen. Auch wenn die Lage für uns unübersichtlich bleibt, Gott verliert niemals den Überblick.


Euer

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