Abendandacht Nr. 17


Guten Abend,

als ich heute Morgen von meiner Joggingrunde zurückkam, bemerkte ich, dass alles Futter aus dem Vogelhäuschen weggefressen war. Nachschub war also nötig. Also füllte ich einen großen Becher mit Vogelfutter und brachte ihn ans Futterhäuschen. Kaum hatte ich das Futter im Häuschen deponiert, erklang ein gewaltiges Freudengezwitscher. Es hörte sich wie ein Danklied aus vielen Kehlen an. Ich stand tief beeindruckt einige Minuten da und lauschte, innerlich berührt, diesem Danklied. Im Weggehen dachte tief erfreut, wie leicht es ist, anderen eine Freude zu machen.

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Danach bei einem kurzen Besuch bei einem Gemeindeglied einfach nur da zu sein und zuzuhören. Wo drückt der Schuh? Was drückt aufs Gemüt? Was ermutigt und erfüllt den Andern? Und dann gemeinsam im Gebet alles bei Jesus abladen zu können. Im Weggehen dachte ich wieder erfreut, wie wunderbar es ist, mit anderen an der Quelle der Freude – bei Jesus – aufzutanken.

Anschließend stand ein Trauergespräch an. Alt war sie geworden und dann plötzlich, ohne große Leiden und Schmerzen, verstorben. Das Erzählen war immer wieder unterbrochen von Tränen und stiller Trauer. Im Reden gemeinsam den dicken „Roten Faden“ der Liebe Gottes in ihrem Leben zu entdecken. „Beweise deine wunderbare Güte, du Heiland derer, die Zuflucht bei dir suchen!“ Wie Gott das, in Seiner Treue, immer und immer wieder in diesem langen Leben getan hat. Wie jemand im Frieden mit Gott nicht nur verstorben, sondern ans Ziel gekommen ist. Wie nun nicht Ende, sondern echte Vollendung sein darf. Wie ER – Jesus - sich nun freut – sein geliebtes Kind im ewigen Vaterhaus Gottes in die Arme schließen zu können. Als ich dann wegging, war ich „ER-füllt“ von tiefem Trost, den Jesus schenkt: Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf. Mit so einer Gewissheit leben zu können, nimmt einem die Furcht vor den alltäglichen Kümmernissen und eines Tages auch vor dem Tod. Mit dem Kreuz Jesu hat Gott den festen Nagel der Hoffnung, in diese vergängliche Welt eingeschlagen.

ER - Jesus - freut sich, wenn ich noch, in der Krise - über die Krise hinaussehen kann und so im Heute Zuversicht verbreite, ob nun für Menschen oder Tier.

Erfreut und ermutigt ein Licht der der Hoffnung und des Trostes zu sein.

ER freut sich, wenn ich immer wieder in Seine ausgestreckte Hand einschlage. Erfreut und geborgen, kann ich die Zukunft wagen, weil ich weiß, ER meine Zuflucht und mein Halt ist .

Einen erfreulichen und guten Abend,


Ihr

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