Abendandacht Nr. 21


Guten Abend,

tagtäglich werden sie gerade von zigtausenden genommen: in Arztpraxen, in Ambulanzen oder Drive Ins – Abstriche auf Corona. So ein Watteträger bringt den Nachweis, den Erweis, ob jemand positiv oder negativ auf den Erreger getestet wurde oder nicht. Entweder kann alles so weitergehen oder es ist nun für zwei Wochen Quarantäne, Kontaktverbot und Isolation angesagt.

Bild "Abendandachten:Erweis2.jpg"

Solche Erweise, ob jemand infiziert ist oder nicht, helfen in der Krisensituation eine weitere Ausbreitung einzudämmen. Jeder, der getestet wird hofft, dass er nicht infiziert wurde. Wenn etwas erweisen ist, dann herrscht Klarheit.

Pfarrer Helmut Thielicke sagte einmal: „Die Evangelien sind Passionsgeschichte mit einer etwas längeren Einführung!“ Jesus – ER weiß, was auf ihn zukommt.

Dreimal hatte er es seinen Freunden gesagt.

  • Sie konnten das nicht fassen.
  • Sie wollten das nicht hören.
  • Das passte ihnen nicht in ihr Konzept und lag außerhalb ihrer Erwartungen.

Aber Jesus wusste: Der Menschensohn muss viel leiden. Er wird von den führenden Männern des Volkes, den obersten Priestern und den Schriftgelehrten verurteilt und getötet werden. Aber nach drei Tagen wird er von den Toten auferstehen.

ER – weiß, was passieren wird. Schon tausend Jahre zuvor beschrieb König David prophetisch genau das Geschehen am Kreuz: Wie Wasser bin ich ausgegossen, alle meine Glieder sind ausgerenkt; das Herz ist mir wie Wachs geworden, zerschmolzen in meinem Inneren. Vertrocknet wie eine Scherbe ist meine Kraft, und die Zunge klebt mir am Gaumen: in den Staub des Todes hast du mich gelegt. Ach, Hunde umgeben mich, eine Rudel von Übeltätern umkreist mich; sie haben mir Hände und Füße durchbohrt. Alle meine Gebeine kann ich zählen: sie aber blicken mich an und gaffen mich schadensfroh an. Sie teilen meine Kleider unter sich auf und werfen das Los um mein Gewand.   Psalm 22,15 - 19

Trotzdem ER weiß, was kommt, geht Jesus den Weg zu Ende. Er weiß, dass wir alle – ausnahmslos – infiziert sind mit einem tödlichen Virus. Dieser Virus heißt nicht Covid 19, sondern Sünde. Das althochdeutsche Wort „Sund“ verdeutlicht, um was es geht, um Trennung – die Insel weg vom Festland.

Vom Grundwort im Neuen Testament beschreibt es Bild: Ein Bogenschütze verfehlt das Ziel. Das ist der Virus, den wir alle in uns tragen, dass wir ohne Beziehung zu Gott unser Leben gestalten und so alle das ewige Ziel Gottes, den Himmel verpassen würden.

Weil Jesus um die ewig trennende Macht der Sünde weiß, kam ER als der Virenaufsauger. Wie ein Magnet Eisenspäne anzieht, zog ER alle Schuld der Menschheit auf sich. Seinen Tod erlitt ER für dich und mich. Den Sund, die Trennung von Gott, zu überbrücken, konnte nur geschehen, weil ER für UNS zur Sünde wurde.

ER wusste, dass ER alle tödlichen Viren der Selbstsucht, des Hasses, der Lüge und des Stolzes auf sich nehmen musste. Es gab nur einen Weg diese tödliche Gefahr zu beenden: ER für uns. ER musste für uns DER Infektträger werden.

In Wahrheit waren es unsere Krankheiten, die er getragen hat, und unsere Schmerzen hatte er sich aufgeladen, während wir ihn für einen Gestraften, von Gott Geschlagenen und für zu Recht verurteilt hielten. Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt. Jesaja 53,4.5

Das ist der ERweis seiner Liebe zu dir. Seine Hingabe ist Ausdruck, dass ER dich, als Sein Kind in Seiner Nähe haben will. Dem zu vertrauen und dankbar aus dieser Gewissheit Seiner Vergebung zu leben, ist Gottes großartiges und ewiges Ostergeschenk für die Menschheit.

Übrigens, nochmals zur Erinnerung. Morgen, 08. April um 17 Uhr startet eine Gebetsinitiative in Deutschland. Mehr Infos gibt es unter https://deutschlandbetetgemeinsam.de.


Ihr

Bild "Abendandachten:lrappus.JPG"