Abendandacht Nr. 3


Guten Abend,

als ich heute Morgen vom Joggen zurückkam und noch kurz das Vogelhäuschen neu befüllt habe, entdecke ich zu meiner großen Freude, dass in kurzem Abstand davon Weizen aufgegangen ist. Unser Garten bekommt also ein kleines Weizenbeet.

Jesus erzählte mal die Geschichte von einem Sämann. Heute, wo große Traktoren zentimetergenau die Körner aufs Feld bringen, sind diese Fertigkeiten verlorengegangen. Die Bauern früher hatten sich Saattücher vor den Bauch gebunden. Langsamen Schritts gingen sie Reihe um Reihe übers Feld und streuten mit stets gleicher Ruhe die Saatkörner auf den vorbereiteten Acker. Manches fiel auf den harten Weg. Manches flog ins Unkraut. Das meiste Saatgut landete aber auf dem Acker.

Als ich heute Morgen so darüber ins Nachdenken kam, war mir schlagartig klar, worin heute „meine Saat“  bestehen würde: Hoffnung. Hoffnung für diese „verrückte Zeit und Welt“. Jesus sagte einmal sehr treffend (wie für unsere Situation gedacht): „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ – Johannesevangelium 16,33

Ja, Angst gehört zu unserem Leben, zu unserer Zeit, in die Umstände um uns herum. Das betrifft absolut jeden. Wenn sich die Nachrichten heute wieder überschlagen und eine Ausgangssperre näher rückt – kann einem Angst und Bange werden.

Wie befreiend und froh bin ich über dieses göttliche „ABER“, das Jesus hier sagt. Die Angst und Sorge ist nicht die letzte Wirklichkeit. Furcht, vor dem was kommt, darf mich nicht bestimmen. Besorgnis, wann endlich wieder Normalität eintritt, soll mich nicht lähmen, DENN der Überwinder ist an meiner Seite.

Selbst im Angesicht des Todes habe ich Hoffnung. Jesus hat selbst den Tod überwunden. Er ist auferstanden und lebt. Jeder, der IHM vertraut hat heute schon ewige Leben. Wer im Letzten geborgen ist, braucht sich vor dem Morgen nicht grauen. Die Gute Nachricht, die Jesus uns gegeben hat, ist nicht nur ein Ratgeber fürs Leben; nicht nur das Ersatzrad für Krisenzeiten, sondern ein unzerbrüchlich starker Anker für meine Ewigkeit.

Als Christen sind wir eine wirkliche GmbH = Gemeinschaft mit berechtigter Hoffnung. Auch wenn
bei euch zuhause im Garten keine Weizenhalme wachsen, Saatleute der Hoffnung durch Jesus Christus können wir gerade in diese Lage sein.

Ein Gebet, das Dir hilft, Jesus persönlich im Leben als Retter aufzunehmen:
Jesus, ich danke Dir, dass Du mich liebst. Ich öffne Dir mein Leben. Ich bekenne Dir meine Schuld und bitte dich um Vergebung. Ich danke Dir, dass Du am Kreuz für mich gestorben bist und all meine Schuld getragen und bezahlt hast. Ich erkenne Dich als Herrn meines Lebens an. Von heute an will ich Dir nachfolgen mit allem, was ich bin und habe. Danke, dass ich von jetzt an ganz zu Dir gehöre. Mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens. Verändere Du mich nach deinem Willen und Plan.


Euer

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