Abendandacht Nr. 32


Guten Abend,

wenn du Nahrung im Kühlschrank, Kleidung auf dem Leib, ein Dach über dem Kopf und einen Schlafplatz hast
  • dann bist du reicher als 75 % dieser Welt.
Wenn du Geld auf der Bank, in deiner Brieftasche oder auch nur irgendwie sonst herumliegen hast
  • gehörst du zu den Top 8 % der Reichen dieser Welt.
Wenn du heute Morgen gesund aufgewacht bist
  • geht es dir besser als der einer Million, die diesen Nacht nicht überlebt hat.
Wenn du nie die Gefahr eines Krieges um dich herum erlebt hast, die Einsamkeit einer Gefangenschaft, den Schmerz von Folterung oder das Elend von Hunger
  • geht es dir besser als 500 Millionen anderer Menschen.
Wenn du an einem Gottesdienst teilnehmen kannst ohne die Furcht, verfolgt, bedroht, verhaftet oder getötet zu werden
  • bist du besser dran als 3 Milliarden anderer Menschen in der Welt.
Wenn deine Eltern noch leben und immer noch verheiratet sind
  • gehörst du zu den Seltenheiten, sogar in Deutschland.
Wenn du diese Zeilen lesen kannst
  • hast du es besser als über 2 Milliarden, die das nie gelernt haben.

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Denke an all das Gute, was dir in deinem Leben widerfahren ist. Es ist nicht alles selbstverständlich. Die Corona-Krise, in der wir gegenwärtig stecken, macht mir wieder mal klar, nicht alles als so sicher hinzunehmen. Neu froh darüber zu staunen, was ich alles ohne Verdienst und Leistung empfangen habe. Danke!

Natürlich muss auch ich den Gürtel enger schnallen, als noch vor Jahren. Gerade, weil eben noch niemand weiß, welche weitreichenden Auswirkungen diese Krise für die Zukunft haben wird. Trotzdem geht es uns in Deutschland, und besonders in Baden-Württemberg, noch sehr gut.

Beim Vergleichen mit anderen nicht nur nach denen zu schauen, die noch dies oder jenes mehr haben als ich und dabei unzufrieden sein. Sondern den Blickwechsel zu schaffen, und auf die zu schauen, die weit weniger haben als ich.

In vielen Gesprächen der letzten Zeit höre ich nur Klagen und Jammern. Sich das auch einmal einzugestehen: „Mir geht es auf einem sehr hohen Niveau – nicht so gut!“ Der Frust und die Resignation, die sich unter uns breitgemacht hat, lässt beinahe keinen Raum mehr zur Freude und Hoffnung.

Dietrich Bonhöffer hat das in so großartiger Weise ausgedrückt: „Es gibt erfülltes Leben, auch trotz vieler unerfüllter Wünsche!“ Mit dem, was ich von Gott empfangen habe, zufrieden zu sein, ist ein großes Geschenk und ein nicht zu unterschätzender Reichtum.

  • Was brauche ich, um wirklich glücklich und zufrieden zu sein?
  • Muss es da immer nur um Materielles gehen?
  • Kommt es nicht vielmehr auf gute Beziehungen an?

Nicht nur zu Menschen, sondern auch zu Gott, meinem Schöpfer und Erhalter? Gibt es ein tieferes, ein umfassenderes Glück, das alles Diesseitige übertrifft?

Gerade nach Ostern, ist das die logische Folge. Jesus hat unsere Füße auf weiten Raum gestellt. ER hat die Grenze des Todes niedergerissen. ER hat mit Seiner Auferstehung eine bleibende, das Leben übergreifende Gewissheit geschenkt. Diesen ungeheuren Reichtum zu genießen, den ich in der Beziehung zu Jesus haben darf.

Jesus hat den Tod entmachtet. Wer Jesus vertraut, hat das ewige Leben. Das Sterben ist dann „heimgehen“ zum Vaterhaus. Da ist die letzte und endgültige Erfüllung. Da ist das Ziel all meiner irdischen Sehnsucht. Da ist bleibendes und immerwährendes Glück.

Ich muss aus meinem Leben nicht alles herausholen, weil ich weiß, das Beste kommt noch. Das Beste kommt, wenn ich vom Glauben zum Schauen gehen darf. Wenn mich Jesus am Ziel in Seine liebenden und durchbohrten Arme schließt.

Wow, was für eine wunderbare, durch nichts zu übertreffende Perspektive habe ich durch meinen mich liebenden HERRN.

Einen dankbaren und gesegneten Abend


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