Abendandacht Nr. 34


Guten Abend,

als ich heute morgen wieder mal Joggen war, hämmerte in den Bäumen irgendwo ein Specht. Ich unterbrach kurz meinen Lauf und schaute, ob ich diesen "Baumklopfer" irgendwo sehen kann. Aber so sehr ich mich auch anstrengte, ich habe ihn nur "arbeiten hören". Ich musste hochschauen, in die Gipfel der Bäume - wenn auch diesmal ohne Erfolg. Wenn ich jetzt an Morbus Bechterew erkrankt wäre, hätte ich das nicht gekonnt. Die rheumatische Erkrankung betrifft die obere Wirbelsäule und führt unbehandelt zu einem gebeugten Gang. Wenn sie fortschreitet, kann man sich nicht mehr aufrichten und auch nicht mehr den Kopf heben. Echt ziemlich gemein.
In der gegenwärtigen Coronakrise kann das auch zu einem Lebensgefühl, zu einer Lebenshaltung werden. Da blickst nur nur noch nach vorne, weil du dir von der Zukunft die Lösung deiner Probleme erwartest. Oder du starrst auf den Boden, weil du vom morgen nichts mehr erwartest. Du bist in dich verkrümmt vor Sorgen, Pessimismus und Angst.

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Der Beter des 121. Psalms hat eine andere Blickrichtung. Er ist frei vom "geistlichen Morbus Bechterew" und erwartet seine Hilfe von dem Gott, der Himmel und Erde nicht nur gemacht hat, sondern der mir heute Hilfe, Trost und Kraft ist. Dieser Gott ist mir in Jesus nahe gekommen. ER ist in diese komplizierte und schuldverhaftete Welt getreten, weil ER dich liebt. Auch wenn damit nicht alles paletti ist, habe ich doch eine Hoffnung, die außerhalb meiner Möglichkeit liegt. Der Gott, der weder schläft noch schlummert und der mich von meiner Schuld und Hoffnungslosigkeit erlöst hat. Der mich bei sich haben will. Der mir durch Seinen Heiligen Geist Seine Präsenz in meinem Leben schenkt. Hier noch eine wunderbare Vertonung dieses Psalms.

https://www.youtube.com/watch?v=q_ezCEUv0DE

Jesus schütze dich,


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