Abendandacht Nr. 39


Guten Abend,

noch bevor „Corona“ die Nachrichten beherrschte, kam am 19.Januar in den Nachrichten des Norddeutschen Rundfunks die verblüffende Nachricht: Die ersten Störche sind im Norden gesichtet worden. Etwa dreißig Paare kreisten über den Marschen und suchten nach einem Nistplatz.

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Die Fachleute debattierten darüber, ob das vielleicht eine Fehlentscheidung der Vögel wäre. So früh, da waren sich alle einig, sind die Störche noch nie im Norden gewesen. Die meisten Experten waren aber der Auffassung, dass die Störche keinen Fehler gemacht haben. Störche wissen, was sie tun.

Es wäre super, wenn wir Menschen von den Störchen lernten! Das war schon vor etwa 2.600 Jahren der Wunsch des Propheten Jeremia. Er und seine Zeitgenossen kannten sich mit dem Vogelzug aus. Sie wussten, dass sie sich darauf verlassen konnten. Der Storch unter dem Himmel weiß seine Zeit. Das gilt bis heute. Zugvögel wissen oder spüren instinktiv, besser als wir Menschen, wann was dran ist. Wir können es vergessen. Schlimmer noch, wir können uns über etwas hinwegtäuschen und so gegen unser tiefstes Wissen handeln.

Das haben auch schon die Menschen damals gemacht. Denn Jeremia ist nicht der Meinung, dass seine Mitmenschen den lebendigen Gott vergessen hätten. Dem haben sie fleißig geopfert. Aber sie haben geglaubt, damit wäre alles in Ordnung. So muss ihnen sagen, dass das ein Irrtum ist. Mein Volk will das Recht des Herrn nicht wissen. Entscheidender als das Opfer ist also, meine innere Haltung mein Respekt und mein Gehorsam gegenüber Gott.

Auch wenn über 2500 Jahre zwischen Jeremia und mir heute liegen, muss ich fragen, ob es bei mir nicht ähnlich steht. Es ist einfach, auf andere zu zeigen. Aber mich mit selbstkritischem Blick zu betrachten, das fällt schwer. Auch ich habe Nachholbedarf, wenn es um das Recht geht - das Gottesrecht.

  • Hat Jesus wirklich den Zugriff auf mein ganzes Leben?
  • Lass ich mir von Gottes Wort und Gottes Geist, anderen Geschwistern oder auch der Regierung etwas sagen?
  • Bin ich wirklich bereit nach Gottes Willen zu suchen?
  • Im Gebet von Gott eine Antwort zu erwarten?
  • Meine Pläne von Jesus durchkreuzen lassen?

  • Meine Wünsche, Motive und Sehnsüchte im Licht von Gottes Wort prüfen zu lassen?


Ich glaube, diese ganze Corona Krise ist eine Echtheitschance auch für uns Christen. Was unterscheidet mich eigentlich von jemanden, der nicht glaubt?

„Das Recht des Herrn“ bedeutet, dass ich erkenne, dass ich mich vor Gott selbst nicht rechtfertigen kann.

Es macht deutlich, dass ich einen Versöhner und Erlöser brauche. Ich kann das Recht des Herrn mit all meiner Anstrengung und allem Einsatz nicht halten.

Die Hilfe muss von außen kommen. Jesus ist es, der mich gerecht spricht. Das ist der alles entscheidende Unterschied zwischen mir und jemand, der nicht an Gott glaubt. Jesus ist nämlich für mich.

Wie der Storch unter dem Himmel seine Zeit weiß, wann er in den Norden fliegen soll, so weiß ich, wo Hilfe und Rettung zu finden ist – bei Jesus und nur bei IHM allein.

Einen denk-würdigen Abend,


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