Abendandacht Nr. 40


Guten Abend,

31. August 1997: Ich war mit einer Teenagerfreizeit in Spanien. Was ich höre, kann ich nicht glauben. In der vergangenen Nacht ist Lady Diana tödlich verunglückt. Die meistfotografierte Frau jener Zeit. Inzwischen geschieden vom britischen Thronfolger Prinz Charles. Ihr scheues Wesen hindert sie nicht daran, einen unfassbaren Einfluss auszuüben. Im Gegenteil. Das verstärkt nur noch ihre Ausstrahlung. Für viele wird sie die Prinzessin der Herzen bleiben – immer, auch wenn der Wind sich wendet – wind of change.

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Sie prägt nicht nur den Modestil einer ganzen Generation junger Frauen. Ihr Einfluss reicht weiter. Sie wird vom englischen Volk und weit darüber hinaus geliebt. Jetzt soll sie tot sein. Überall sind Menschen merkwürdig betroffen. Eben war sie noch da. Immer präsent in den modernen Medien. Voller Schönheit und Anmut. Eine Frau, die „das blühende Leben“ in Person schien.

Wie viele andere trifft mich Dianas Tod damals vollkommen unerwartet. Er ruft mir unweigerlich einen Satz in Erinnerung: „Der Mensch ist wie das Gras, er blüht wie eine Blume in der Wildnis. Ein heißer Wüstenwind fegt darüber – und schon ist sie fort. Und wo sie stand, bleibt keine Spur von ihr“ (Ps. 103,15-16)

Warum ist dein Leben überhaupt verletzlich und endlich? Ist Gott da ein Fehler unterlaufen? Von Anfang an war das nicht Gottes Plan, dass seine Geschöpfe so zerbrechlich sind. Bedroht in einer Welt, die einmal sehr gut gewesen ist. Aber jetzt befinden wir uns in einer Welt im Ausnahmezustand. Das macht die gegenwärtige Corona-Krise uns wieder voll bewusst.

Gott hat es uns Menschen möglich gemacht, dass wir uns von ihm abwenden können. Das gehört zu seiner Liebe. Denn wer liebt, zwingt niemanden. So hat das erste Menschenpaar Gottes gesamte Schöpfung in den Notstand gestürzt. Weil sie Gott den Rücken gekehrt haben (Römerbrief 5,12-15; 8,20).

Für David ist es überhaupt keine Frage: Unser aller Leben ist verletzlich und endlich. Wir haben allen Grund zu hoffen, wenn wir uns ihm anvertrauen. Denn Gottes Absichten sind gut. David greift diese Wahrheit auf: „Barmherzig und gnädig ist der Herr. Groß ist seine Geduld und grenzenlos seine Liebe!“ (Ps.103,8).

Die Hoffnung, die Gott dir anbietet, geht weit über diese Welt hinaus. Gott kündigt an, dass diese Welt ein Ende haben wird und ER etwas ganz Neues schaffen wird. Dort gilt: „ER wird alle Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.“ (Offenbarung 21,4). Jesus ist die Tür in Gottes neue Wirklichkeit. Weil ER dich liebt, lädt ER dich ein, dich ihm anzuvertrauen. Diese Hoffnung, nicht nur in diesen paar Jahren hier auf Erden mit Jesus verbunden zu sein, sondern in einer noch viel großartigeren und wunderbareren Weise, wenn ist diese Welt verlassen muss, die gibt mir Mut. Im Angesicht des Todes zu wissen zu dürfen, bei IHM bin ich für immer geborgen.

Einen besinnlichen Abend


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