Abendandacht Nr. 42


Guten Abend,

als ich heute Morgen von Joggen zurückkam, las ich folgende Neuigkeiten, die mich, als Freizeitsportler, faszinierten: „Der Franzose Elisha Nochomovitz lief am 07. März 2020 die Marathon-Distanz von 42,2km auf seinem 7 m langen und 1 m breiten Balkon. Er war fast 7 Stunden „unterwegs“ und lief damit seinen 37. Marathon. " Nochomovitz war wie viele andere von der Corona-Ausgangssperre betroffen und wollte dennoch seinem Sport nachgehen.

Der Deutsche Jan Frodeno hat im April einen Triathlon mit der kompletten Distanz von 3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42,2km Laufen in seinem Haus absolviert. Auch er war von der Ausgangssperre betroffen. Geholfen hat ihm sein Pool mit Gegenstromanlage, Trimm-Rad und Laufband.

Klasse Leistung! Was für eine Ausdauer, Disziplin, was für eine mentale Stärke! Schon unter normalen Bedingungen ein das eine Spitzenleistung, aber dann noch ohne Zuschauer und auf engstem Raum. Großartig!

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Mich fasziniert das Thema Ausdauer. Ich bin erstaunt und freue mich darüber, was für eine Leistung der menschliche Körper abrufen kann. Ich finde es genial, dass Gott uns Willenskraft gegeben hat, die uns hilft, große Leistungen zu vollbringen und an unsere körperlichen Grenzen zu gehen.

Mich demotiviert das Thema Ausdauer aber auch. Vor allem dann, wenn ich es selber einfach nicht hinbekomme. Wenn ich beim Joggen zu früh aufgebe oder wenn mein Kopf mir sagt, dass ich nicht genug Liegestützen schaffe. Wenn ich keine Motivation finde, meine Ziele anzugehen, geschweige denn  zu erreichen.

Ich ärgere mich, wenn ich es nicht schaffe, geistliche Disziplinen wie Gebet, Bibellesen oder Fasten einzuhalten. Es gibt Zeiten, wo das ganz gut funktioniert, aber eben auch Zeiten, wo ich an meiner Ausdauer verzweifle.

Wenn ich nun vom Apostel Paulus lese, habe ich das Gefühl, dass es ihm zeitweise ähnlich erging. Er besaß Willenskraft und Ausdauer: „Alle, die an einem Wettkampf teilnehmen wollen, nehmen harte Einschränkungen auf sich. Sie tun es für einen Siegeskranz, der vergeht. Aber auf uns wartet ein Siegeskranz, der unvergänglich ist. Darum laufe ich wie einer, der das Ziel erreichen will. Darum kämpfe ich wie ein Faustkämpfer, der nicht danebenschlägt. Ich treffe mit meinen Schlägen den eigenen Körper, so dass ich ihn ganz in die Gewalt bekomme. Ich will nicht anderen predigen und selbst versagen.“ 1. Korinther 9,25-27

Er war verzweifelt in dem, was er nicht vollbrachte: „Ich weiß ja, dass in mir, das heißt in meiner eigenen Natur nichts Gutes wohnt. Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun.“    Römer 7,18

Aber Paulus wäre nicht Paulus, wenn er dabei stehen geblieben wäre. „Gott sei gedankt! Er hat es getan durch Jesus Christus, unseren Herrn!“ Römer 7,25

Hans Peter Royer sagte einmal: „In der Einheit mit Jesus Christus wird der Mensch befähigt, das zu tun, was vor Gott und Menschen recht ist!“

Die Beziehung zu Jesus gibt mir Kraft auch an meiner eigenen Unzulänglichkeit nicht aufzugeben (2.Korinther 12,9), sondern mich durch den Heiligen Geist, den ER mir gegeben hat, verändern zu lassen.

Das Leben als Christ gleicht nicht einem Ruderer, sondern einem Segler. Ich muss nur täglich mein Segel richtig setzen und in der richtigen Beziehung zu meinem Herrn stehen, alles andere macht er. (Hans Peter Royer)

Von heute ab werden die Abendandachten nur noch jeden zweiten Tag gesendet, also immer an den geraden Tagen.

Für nächsten Sonntag, 03. Mai hat Wieland Müller, 1.Vorsitzender des CGW, eine Predigt vorbereitet. Auf dieser Website wird der Link zum Anschauen und Anhören dieser Predigt ab Samstag unter "Willkommen" und "Aktuell" bereitgestellt.  


Einen dynamsichen Abend,


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