Abendandacht Nr. 43


Guten Abend,

„Die ist für mich gestorben“, so brach es aus einer älteren, verbitterten Frau heraus, als sie über ihre Schwiegertochter sprach. Es hatte irgendwann einen langanhaltenden tiefgreifenden Streit gegeben. Mit den Jahren war daraus blanker Hass geworden. die Frau wollte nichts mehr mit ihrer scheinbar so missratenen Schwiegertochter zu tun haben.

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Manchmal hast du vielleicht ähnlich negative Gedanken über andere Menschen. Abbruch aller Kontakte,

keine Beziehung mehr,

kein Versuch mehr, hier noch irgendetwas zu kitten.

Ich bezeichne den andern als tot – und doch lebt der Andere quicklebendig und vielleicht von unserer Meinung völlig unbeeindruckt weiter.

Petrus schreibt in seinem Brief an die christliche Gemeinde: „…damit wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben.“

Wenn ich das in den heutigen Sprachgebrauch übersetze, dann lese ich: Die Sünde ist für mich gestorben.
Ich will mit ihr nichts mehr zu tun haben.
Sie hat mich total enttäuscht und getäuscht.
Ich breche die Verbindung zu ihr ab.
Ich verbiete ihr jegliche Kontaktaufnahme mit mir.


Kann ich so mit Schuld umgehen? Ja, ich denke schon!

Sünde, also die Trennung von Gott, hat ihr Existenzrecht in meinem Leben verloren.

Jesus hat ihr am Kreuz das Recht genommen, mein Leben zu bestimmen,

es zu deformieren und kaputt zu machen und

mich geistlich zu manipulieren.

Jesus hat ihre zwingende Macht gebrochen.

Sie hat ihre Gewaltherrschaft in meinem Leben eingebüßt, weil ich Jesus gehöre.


Klar, sie ist sehr lebendig und versucht immer wieder mit mir anzubandeln.

Nur ich muss mir immer wieder klar werden, dass sie kein Gewohnheitsrecht in meinem Leben hat.

Es ist so, wie es ein Freund, der in Afrika lebt mal verglichen hat. Er entdeckte beim Arbeiten im Garten eine Giftschlange, nahm schnell die Machete und schlug ihr den Kopf ab. Unglücklicherweise landete der Kopf der Schlange nahe an der Hundehütte. Der Wachhund dachte, sein Herrchen wolle mit ihm spielen und schnappte nach dem Schlangenkopf. Obwohl die Schlange schon tot war, biß sie den Hund in die Schnauze und er starb.

Ja, die Macht der Sünde, des Todes und des Lebenszerstörenden ist immer noch aktiv. Aber die Schlange ist geköpft. Jesus gehört der Sieg.

Da darf ich mich auf Jesus berufen, der mit seinem Tod am Kreuz den Kampf gegen die Sünde aufgenommen und dort am Holz gegen die Sünde gesiegt hat.

„Christus hat unsere Sünde selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben.“

Von der holländischen Evangelistin Corry ten Boom wird zum Kampf gegen die Sünde sinngemäß erzählt: „Immer wenn die Sünde bei mir an der Tür klingelt, schicke ich Jesus nach draußen und sage, Herr: „da ist jemand für dich!“

Für morgen, den 03. Mai, hat Wieland Müller, Vorsitzender des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland, eine Predigt vorbereitet. Der Link ist auf unserer Homepage unter "Willkommen" und "Aktuell" zu finden. Die Predigt ist nicht an eine bestimmte Uhrzeit gebunden, sie kann jederzeit angeschaut und angehört werden.


Einen schönen Abend,


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