Abendandacht Nr. 48


Guten Abend,

vor den Toren Stuttgarts gibt es einen großen, heute mit Wiese überwucherten Hügel, den die Schwaben liebevoll Scherbelino nennen. Auf diesen Hügel haben die Bewohner der Stadt nach dem zweiten Weltkrieg die Trümmer und Scherben gebracht, um die Stadt wieder neu aufbauen zu können. In Wagen und Karren fuhr man damals den Schutt auf einen Hügel, damit der Wiederaufbau beginnen konnte.

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So einen Hügel bräuchten wir auch für unser Leben. Einen Ort, wohin man die Trümmer und Scherben bringen und dann neu anfangen kann. Gott sei Dank gibt es diesen Scherbelino. Es ist der Hügel Golgatha vor der Stadt Jerusalem. Dort, wo Jesus für unsere Sünden und Schwächen starb, kann man alle seine Scherben und Trümmer abladen.

Unter das Kreuz Jesu darf jeder kommen. Jesus schenkt dem, der IHN bittet, Vergebung und Heilung. Die Chance, noch einmal neu zu beginnen. Das Kreuz Jesu ist der Ort, an dem du alles abladen kannst. Der Scherbelino für dich persönlich, aber auch für die ganze kaputte Menschheit. Gott sei Dank!

Die Sünden, die wir verbergen, werden immer wieder zum Vorschein kommen und den Lebensaufbau stören. Die Sünden, die wir unter dem Kreuz abladen, sind wirklich verborgen und vergeben. Darauf kann man ganz neu beginnen.

Das ist mir unendlich wertvoll geworden. Gestern kam ich mit einem Sicherheitsmann, der an der Corona Notfallambulanz Dienst hatte, in Gespräch. Er sagte: „Du bist doch ein Hodscha – ein Geistlicher!“ „Ja“, sagte ich warum? „Ich wollte dich fragen, ob die Bibel und der Koran das gleiche lehren?“ ich fragte den Sicherheitsmann, was Allah erwartet, damit er einmal gerettet wird. Da sagte er: „Ich halte den Ramadan, bete fünfmal am Tag, gehe in die Moschee, lese den Koran und will einmal nach Mekka!“ Ich fragte nach: „Wirst du dadurch gerettet?“ „Ich weiß nicht!“ antwortete er ehrlich.

„Weißt du, bei mir ist das anders“, sagte ich. „Ich weiß, dass ich so viel gegen Gottes Willen getan habe, dass ich mit all meiner Kraft und Anstrengung das niemals wieder gut machen könnte. Ich bin verloren. Aber Jesus hat am Kreuz als Unschuldiger, als Fehlerloser und Reiner meine Schuld auf sich genommen. ER ist für mich gestorben und schenkt mir so das ewige Leben!“

Der Sicherheitsmitarbeiter schwieg lange. Nach einer Weile sagte er: „Dann reicht es Jesus zu vertrauen?“ „Ja“, sagte ich. „Jesus schenkt dir Gewissheit. Jesus verändert durch Seine Vergebung und Seine Liebe dein Leben. Du musst nicht etwas tun, um Gott gnädig zu stimmen. Gott hat durch Jesus alles für dich getan. ER schenkt dir die Gewissheit, dass du von heute ab zu ihm gehörst und wenn du stirbst für immer bei IHM sein wirst!“ Am Ende des Gesprächs sagte er: „Du hast einen starken Glauben!“

„Ich habe keinen starken Glauben, aber ich vertraue dem allmächtigen Gott! Auch für dich ist Jesus ans Kreuz gegangen. Für jeden Menschen, der IHM vertraut, öffnet sich der Himmel!“

Nächste Woche hat er wieder zur selben Zeit Dienst, wie ich. Ich besorge noch eine serbische Bibel für ihn. Wenn du möchtest, kannst du ja für das weitere Gespräch beten.

Am Scherbelino „Golgatha“ bist auch du mit all deiner Schuld, mit den Trümmern deines Lebens und den Scherben deiner Enttäuschung ganz herzlich willkommen. Auch für dich muss es nicht bleiben, wie es war. Jesus will auch dir einen neuen Anfang, durch Seine Vergebung schenken.

Einen tollen Clip hat Andreas Graf dazu gemacht. Ihr findet ihn hier. Einen entspannten und gsegneten Abend,



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