Abendandacht Nr. 63


Guten Abend,

kennst du auch solche Phasen bei dir, wo die eigene Befindlichkeit in ganz kurzem Abstand umgeschlagen ist?

Da warst du auf einer sehr guten Freizeit – nette Begegnungen – intensives geistliches Programm – kraftvolle Gebetsgemeinschaften ... und dann kommt der graue Alltag mit den Widrigkeiten.

Ein bewegender Evangelisationsabend, wo dir das Herz aufging, die Lebensberichte – die Lieder – die Gute Nachricht ... dann wartet wieder deine Familie und die Arbeit.

Ich denke, so ähnlich hat sich wohl Jesus gefühlt. Gerade noch sagte ihm sein himmlischer Vater bei der Taufe zu: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!“

Es folgt krasser Szenenwechsel. Darauf wurde Jesus vom Geist hinaufgeführt in die Wüste, um vom Teufel versucht / auf die Probe gestellt zu werden.

Gott selbst veranlasst diese Aktion. Es ist also nicht der Durcheinanderbringer, der Jesus hier herausfordern und versuchen lässt, sondern der lebendige Gott.

Es gibt auch bei uns Zeiten, die diesen Probecharakter haben. Zeiten, in denen Gott die Nagelprobe bei uns macht ... Läuterung ... wo wir auf Echtheit geprüft werden

Ich bin mir da selbst oft nicht sicher, ob das nun eine Versuchung durch den Teufel ist, oder ob Gott meinen Glauben auf die Probe stellt.

Jesus, so berichtet es Matthäus, hatte 40 Tage und 40 Nächte gefastet. Klar, hatte er danach Hunger ... wer das nur mal 14 Tage schafft, weiß von was ich rede.

Gerade da, in diese Zeit großer körperlicher Schwachheit, kommt der geschickte Hauptangriff des Versuchers: „Bist du Gottes Sohn, so gebiete, dass diese Steine zu Broten werden!“

Eigentlich verlangt der Teufel von Jesus, dass Gott Seine Liebe zu Jesus unter Beweis stellt und ihm besondere Macht verleiht.

Aber man bittet niemanden um Beweise oder eine Bekräftigung, es sei denn, man zweifelt an seiner Liebe.

Und genau das ist das strategische Ziel des Teufels. Er will erreichen, dass Jesus die Gewissheit verliert, dass Gott IHN ganz und gar angenommen hat.

Er will, dass Jesus das Vertrauen in die bedingungslose Liebe des Vaters aufgibt, so wie damals Adam und Eva.

Vielleicht bist du durch Erfahrungen der letzten Wochen oder Monate auch in Zweifel geraten, dass Gott dich abgrundtief liebt.

  • Vielleicht gehst du durch Beziehungskrisen.
  • Vielleicht wackelt dein Arbeitsplatz.
  • Vielleicht ist deine Gesundheit angeschlagen.

Jesus hat sich immer wieder an Gottes Zusagen erinnert. Mach das doch genau so, wie ER.

  • Nimm dir Zeit, um die Bibel zu lesen,
  • Gott durch Lieder anzubeten,
  • mit Gott intensiv zu reden und auf IHN zu hören.

Gebt dem Wort Raum, in dem Christus bei euch gegenwärtig ist. Lasst es seinen ganzen Reichtum unter euch entfalten.

In die offenen Fragen, in die Zweifel und die Krisen deines Lebens will Gott dir durch Sein Wort Halt und Kraft geben.

Wie ein Baum, der fest verwurzelt steht, bekommst du durch die Bibel Halt und Nährstoffe für deinen Glauben.

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Fang doch am besten heute damit an.


Mit herzlichen Grüßen,

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