Abendandacht Nr. 64


Guten Abend,

es war einmal eine große Mäusefamilie. Sie lebte in einem herrlich alten Klavier. Ihre kleine Welt war oft erfüllt von wunderbarer Musik. Die Mäuse genossen die Musik und machten sich immer wieder Gedanken darüber, von wem die schönen Melodien kamen, die sie hörten. Sie dachten an den Klavierspieler, den sie zwar nicht sehen konnten, der ihnen allerdings hörbar nahe war.

Bild "Abendandachten:Klavier.jpg"

Eines Tages wagte sich eine kleine Maus weiter nach oben in das Klavier. Dort entdeckte es scheinbar das Geheimnis der Musik. Metalldrähte von unterschiedlicher Länge zitterten und durch die Schwingungen entstanden die Töne, die dann die Melodie bildeten. So mussten die Mäuse ihren alten Glauben an den Klavierspieler aufgeben. Metalldrähte erzeugten die schöne Musik und die wunderbaren Klänge.

Später brachte eine andere Maus noch neuere Erkenntnisse mit von einer Entdeckungstour. Kleine Filzhämmerchen sprangen und tanzten auf den Drähten und erzeugten die Schwingungen und damit die Musik. Nun war der alte Glaube überholt, und die Mäuse wohnten in einer aufgeklärten, wissenschaftlich durchschaubaren Welt.

Aber der Klavierspieler machte auch weiterhin seine wunderbare Musik - auch wenn die Mäuse nicht an ihn glaubten.

Mir begegnet so eine Haltung der Gottesleugnung immer wieder. Neulich bei einem Krankenbesuch äußerte der Mitpatient eines unserer Gemeindeglieder: „Ob es DEN da oben überhaupt gibt, das bezweifle ich.“

Ich erlebe solche Aussagen öfters in Zusammenhang mit persönlich erfahrenem Leid - dem zweifelnden Fragen über das erlebte Schcksal. Da hat jemand in einer Notsituation gebetet und dann ist das Leid trotzdem eingetreten…

So, als ob ich mit meinem Gebet Gott den Einsatz für ein Wunder geben könnte. Daraus wird dann gefolgert: „Wenn ER da nicht hilft, kann es IHN folglich auch nicht geben!“

Schon vor fast 3000 Jahren, war diese innere Haltung und Ansicht über Gott leider an der Tagesordnung. David schreibt in Psalm 53: Die Unverständigen reden sich ein: »Es gibt keinen Gott!« Sie sind völlig verdorben, ihr Tun ist schlimmstes Unrecht, es gibt keinen, der etwas Gutes tut. Gott blickt vom Himmel herab auf die Menschen. Er will sehen, ob es da welche gibt, die Verstand haben und nach ihm fragen. Doch alle sind sie von ihm abgefallen, verkommen sind sie, alle miteinander, niemand ist da, der Gutes tut, nicht einmal einer!

Keine „Klaviermaus“ konnte den Klavierspieler erkennen. ER musste sich den „Mäusen“ auf irgendeine Art und Weise zu erkennen geben. Zwar hörten sie die Musik, aber sie kannten den Klavierspieler nicht.

Gott ist aber nicht in der Verborgenheit geblieben. In der Geschichte von den Klaviermäusen gesprochen: Der Klavierspieler kam als Maus ins Klavier, um den bisherigen Zuhörern das Geheimnis der Musik zu zeigen.

Gott wurde in Jesus Christus Mensch, um uns Seine Liebe zu zeigen und Sein Heil zu zeigen. Das ist das ungeheure, unübertreffbare Geschenk das Gott uns macht – Seinen geliebten Sohn erkennen und gerettet werden.

Wenn du Jesus noch nicht kennst, kann das nachfolgende Gebet eine Hilfe sein – IHN zu erkennen und in Kontakt mit IHM zu kommen:

Jesus, ich danke dir, dass du mich liebst.

Ich öffne dir mein Leben.

Ich bekenne dir meine Schuld und bitte dich um Vergebung.

Ich danke dir, dass du am Kreuz für mich gestorben bist
und all meine Schuld getragen hast.

Ich erkenne dich als Herrn meines Lebens an.

Von heute an will ich dir nachfolgen mit allem, was ich bin und habe.

Danke, dass ich jetzt ganz zu dir gehöre.

Mache mich zu einem Werkzeug deines Friedens.


Einen entdeckungsreichen Abend,



Bild "Abendandachten:lrappus.JPG"