Abendandacht Nr. 79


Guten Abend,

in den Mooren des walisischen Hochlandes trafen zwei Pfarrer, bei einer Wanderung, einen Hirtenjungen. Dieser war schwerhörig und konnte weder lesen noch schreiben. Sie erklärten ihm, dass Jesus sein Hirte sein will, der sich immer um ihn kümmern wird, so wie der Junge nach seinen Schafen sehe.

Bild "Abendandachten:Haende.jpg"Unter Zuhilfenahme der fünf Finger seiner rechten Hand brachten sie ihm die Worte „der Herr ist mein Hirte“ bei (Psalm 23). Beginnend mit dem Daumen stand jeder Finger für eines der Worte. Beim vierten Wort, „mein“, sollte er innehalten und sich erinnern, „dass Jesus ihn ganz persönlich liebt“.

Einige Jahre später kam einer der Pfarrer wieder durch das Dorf und fragte nach dem Hirtenjungen. Im vorherigen Winter hatte es einen schweren Schneesturm gegeben und der Junge war, begraben unter einer Schneewehe, erfroren. Der Dorfbewohner, der ihm die Geschichte erzählte, sagte, „Eine Sache hat uns stutzig gemacht. Als wir den Jungen fanden, hielt er sich „den Ringfinger seiner rechten Hand“.

Vielleicht handelt es sich bei der Geschichte um eine Volkssage, aber sie veranschaulicht Gottes ganz persönliche Liebe zu jedem einzelnen von uns.

Heutzutage stellen sich viele Menschen Gott (wenn sie überhaupt an Seine Existenz glauben) als große, unpersönliche Macht vor. Aber der Gott der Bibel ist ganz anders. Sein Verhältnis zu Seinem Volk ist sehr persönlich. David sagt, „Der Herr ist mein Hirte“ (Psalm 23,1). Der Apostel Paulus sprach vom, „Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich geopfert hat“ (Galater 2,20b) und er sprach von Gott als „meinem Gott“ (Phil. 4,19).

Jesus als Seinen Erlöser und Herrn zu entdecken, ist wie einen Schatz im Acker zu finden. Jesus erzählte mal, wie ein Pächter dann reagierte: Der Mann freute sich so sehr, dass er, nachdem er den Schatz wieder vergraben hatte, alles verkaufte, was er besaß, und dafür den Acker kaufte. Was ich an Jesus habe?

1. Jesus löst die Machtfrage
Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf Erden. Matthäus 28,20

2. Jesus löst die Sinnfrage
Noch bevor ich dich im Leib deiner Mutter entstehen ließ, hatte ich schon meinen Plan mit dir. Noch ehe du aus dem Mutterschoß kamst, hatte ich bereits die Hand auf dich gelegt. Jeremia 1,5

3. Jesus löst die Schuldfrage
Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. 2.Korintherbrief 5,20

4. Jesus löst die Wertfrage – Frage nach meiner Würde
Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte. Jeremia 31,3

Darum lohnt sich sein Leben IHM anzuvertrauen. Dieser Schatz bleibt für immer wertvoll und für IHN lohnt sich alle Hingabe.

Wie sagte John Elliot so treffend: „Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten kann, damit er gewinnt, was er nicht verlieren kann!“


Mit herzlichen Grüßen,

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